Leitwind übergibt Anlage in Kanada

Die stille Revolution

Im Beisein des Premiers von British Columbia übergibt Anton Seeber pünktlich zu Beginn der olympischen Spiele die erste Leitwind-Anlage in Kanada.

Sterzing, 09.02.2010 - “Das Auge des Windes”. So heißt das bislang spektakulärste Leitwind-Projekt weltweit. Seit letzter Woche ist sie in Betreib, die Windkraftanlage auf Grouse Mountain, 1.300 Meter über der Olympiastadt Vancouver. British Columbias Premier Gordon Campbell, spricht bei der Inbetriebnahme, der 200 Gäste aus allen Teilen der Welt beiwohnen, von einem Symbol der Nachhaltigkeit. Der Leitwind Generator stammt aus dem Hause Leitwind, ein Unternehmen aus Sterzing, das der Leitner Technologies Gruppe angehört. „Mit dieser Windkraftanlage steigen British Columbia und Kanada in ein neues Energiezeitalter ein“, so Premier Gordon Campell.

Das Besondere von „Eye of the Wind“ (Auge des Windes) ist nicht nur die 1,5 Megawattleistung, mit der das Skigebiet und die Aufstiegsanlagen von Grouse Mountain großteils energetisch versorgt werden können. Der 65 Meter hohe Turm mit seinen drei 37 Meter langen Flügeln, Blätter genannt, wurde mit einer Aussichtsplattform ausgestattet. Mit einem Aufzug fährt der Besucher in die seilbahnähnliche Kabine, welche auf einer Höhe von rund 60 Metern unterhalb der Turmspitze angebracht ist.

„Es war eine technische Herausforderung für die ganze Leitner-Technologies Gruppe“, sagt Anton Seeber kurz bevor er zusammen mit Stuart McLaughlin, dem Besitzer von Grouse Mountain und Premier Gordon Campdell das rote Band durchtrennt. „Die Kabine unterhalb des rund 40 Tonnen schweren Generators an der Turmspitze anzubringen, war keine leichte Aufgabe für unsere Ingenieure“. Für Anton Seeber und die Betreiber von Grouse Mountain geht mit der Inbetriebnahme im Vorfeld der olympischen Spiele 2010 in Vancouver ein Traum in Erfüllung. „Wir kombinieren hier erstmals saubere Energieproduktion mit einer touristischen Attraktion.“

„Es geht in Zukunft darum die Menschen immer mehr für ein Umdenken im Energiebereich zu bewegen. Ich hoffe, dass es uns gelingt die Botschaft dieser stillen Revolution in die Welt hinaus zu tragen“, erklärt der sichtlich berührte Vorstandsvorsitzende und Besitzer von Grouse Mountain Stuart McLaughlin.
"Unser Dank geht an die innovativen und stets an unsere Idee glaubenden Menschen, die uns geholfen haben dieses Projekt umzusetzen”, sagt er am Ende seiner Ansprache.

Bereits am ersten Tag nach Inbetriebnahme besuchen an die 300 Interessierte die neue Windkraftanlage auf dem Hausberg von Vancouver. Der Blick auf die Olympiastadt und die sich im Wind drehenden Blätter der Turbine, ist nirgendswo besser als von der Aussichtsplattform des „Eye of the Wind“.